Francisco José de Goya

Francisco de Goya (eigentlich Francisco Jos√© de Goya y Lucientes; geboren am 30.3.1746 in Fuendetodos, Arag√≥n; gestorben am 16.4.1828 in Bordeaux) war Maler und Graphiker. Goya hatte ab 1760 Unterricht in Saragossa und wirkte sp√§ter haupts√§chlich in Madrid. Er schuf zun√§chst 1775 Entw√ľrfe f√ľr die k√∂nigliche Teppichmanufaktur Santa B√°rbara in Madrid, wurde sp√§ter zum Akademieprofessor ernannt und trat 1779 als Hofmaler in die Dienste des spanischen K√∂nigs. Dabei verlief sein "Aufstieg" keineswegs glatt, sondern war von st√§ndigen Auseinandersetzungen mit der Academia San Fernando, bei der er sich mehrmals erfolglos bewarb, anderen Hofmaler, sowie dem Ringen um Auftr√§ge gepr√§gt.

Um 1790 l√§sst sich eine Wende in seinem k√ľnstlerischen Schaffen festhalten. Goyas Kunst zielte nun nicht mehr allein auf das h√∂fische Umfeld und dessen Repr√§sentationsw√ľnsche. Langsam zog er sich von seinen √∂ffentlichen √Ąmtern zur√ľck und schuf Druckgrafiken, welche er auf dem "freien Markt" zu verkaufen versuchte. Die unter Verwendung der Aquatintatechnik angefertigten "Los Caprichos" (ca. 1796/1797, Erstver√∂ffentlichung 1799) und "Desastres de la Guerra" (1810-1820) zeigen, wie scharfsinnig er sich mit den politischen und sozialen Umst√§nden seiner Zeit besch√§ftigt hat. Die "Desastres de la Guerra" sind besonders gepr√§gt von den Folgen und Gr√§ueltaten w√§hrend der napoleonischen Herrschaft und dem Unabh√§ngigkeitskrieg der spanischen Bev√∂lkerung. 1814 musste er sich vor der Inquisition f√ľr die ber√ľhmten Gem√§lde der im deutschsprachigen Raum wegen einer Falsch√ľbersetzung aus dem Spanischen als bekleidete und nackte Maja bekannten Bilder rechtfertigen. Nicht nur diese Gem√§lde erregten Ansto√ü, sondern auch die "Caprichos" und "Desastres", in denen Goya die Verfehlungen und Laster der damaligen Kirchenvertreter anprangerte.

Nachdem die Bourbonen wieder auf dem spanischen Thron sa√üen, wurde Goya erneut als Hofmaler eingesetzt. Mit dem Ringen von Monarchisten und Liberalen waren die politischen Unruhen jedoch l√§ngst nicht beseitigt. Goya zog sich 1819 auf sein Landhaus zur√ľck. Schlie√ülich wird die Situation f√ľr Goya, der in liberalen Kreisen verkehrte, nicht mehr tragbar. Um politischen Verfolgungen zu entgehen, reiste er nach Frankreich, wo er von 1824 an in Bordeaux lebte. Dort arbeitete er an seinen letzten Radierungen, die Stierkampfszenen zeigen. Gel√§hmt stirbt er am 16. April 1828.
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AKTUELLES
Neue Ausstellung ab dem 17. Oktober: Michel Kichka: Zweite Generation
Liebe Kunstfreunde,

am 17. Oktober startet unsere Herbstausstellung mit Zeichnungen und Originalseiten aus Michel Kichkas preisgekr√∂nter Graphic Novel "Zweite Generation". Wir laden Sie ganz herzlich zur Vernissage im Rahmen der 5. J√ľdischen Kulturtage am 17. Oktober um 16.00 Uhr ein.

17. Oktober bis 05. Dezember 2015
Michel Kichka
Zweite Generation
Die Graphic Novel gegen das Vergessen
Verkaufsausstellung mit √ľber siebzig Originalzeichnungen und Skizzen des preisgekr√∂nten Buches sowie ausgew√§hlten politischen Karikaturen des K√ľnstlers.

Ausstellungseröffnung:
Samstag, 17. Oktober, 16.00 Uhr
im Rahmen der 5. J√ľdischen Kulturtage

Einf√ľhrung: J√ľrgen Kaumk√∂tter, Kurator Zentrums f√ľr Verfolgte K√ľnste, Solingen

Der K√ľnstler ist anwesend

An diesem Tag ist die Galerie ab 15:30 geöffnet


Während der Ausstellung finden auch regelmäßig kostenlose Veranstaltungen statt:

F√ľhrung:
Freitag, 30. Oktober 17.00 Uhr

Lange Nacht der B√ľcher:
Samstag, 14. November 20.00 Uhr

Finissage:
Samstag, 05. Dezember 14.00 Uhr
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei!

Wir freuen uns auf ihren Besuch
Finissage Martina Geist am 3. Oktober 2015 ab 14 Uhr
Liebe Kunstfreunde und ‚Äďfreundinnen,

eine weit beachtete und erfolgreiche Ausstellung neigt sich dem Ende zu: Die attraktiv best√ľckte Pr√§sentation aktueller Arbeiten der Stuttgarter K√ľnstlerin Martina Geist biegt nach nunmehr √ľber zwei Monaten unwiderruflich auf die Zielgerade ein‚Ķ
Die √ľberzeugende Qualit√§t der gezeigten √Ėlarbeiten auf Holz sowie der Holzschnitte auf Papier, allesamt Arbeiten mit Unikatcharakter, ihre angemessene Pr√§sentation in unseren R√§umlichkeiten und die vielen guten Gespr√§che haben im Ergebnis dazu gef√ľhrt, dass den Galeristen nicht nur eine erfreuliche Besucher- und Medienresonanz erfreut, sondern auch, dass bis jetzt bereits einige Arbeiten in die H√§nde von zufriedenen Kunstfreunden √ľbergeben werden konnten oder zum bevorstehenden Ende der Ausstellung √ľbergeben werden.
Nun ist f√ľr alle Afficionados zeitgen√∂ssischer Kunst die Zeit gekommen, vor der Ziellinie des Projekt noch einmal zu pr√ľfen, welche m√∂gliche Erwerbungen noch entschieden werden k√∂nnen. Die Ausstellung schlie√üt am Samstag, dem 3. Oktober 2015.
Wir laden Sie sehr herzlich ein, mit uns an diesem Tag ab 14.00 Uhr diesen sch√∂nen Kunstevent gemeinsam mit Martina Geist bei einem Schluck international preisgekr√∂nten √úberlinger Weins ausklingen zu lassen. Die K√ľnstlerin steht Ihnen f√ľr einen Meinungsaustausch und f√ľr R√ľckfragen zu ihrer Kunst zur Verf√ľgung. Sie freut sich gemeinsam mit den Galeristen auf einen anregenden Nachmittag mit Ihnen.

Das Galerieteam von walz kunsthandel
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